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Pancreasgangstein

Bei dieser 43-jährigen Patientin besteht eine langjährige hereditäre chronische Pancreatitis (genetisch bedingte chronische Entzündung der  Bauchspeicheldrüse). Im Zuge der Erkrankung litt die Pat. viele Jahre unter erheblichen Bauchschmerzen.

In einer Endosonographie wurde eine Pancreatoductolithiasis (Steine im Hauptgang der Bauchspeicheldrüse) festgestellt - darunter ein 9mm großer Stein, was für die Bauchspeicheldrüse riesig ist.

In einer ERCP (endoskopische retrograde Cholangiopancreaticographie) konnten zwar einige kleine Steine erfolgreich aus dem Ductus pancreaticus (Pancreashauptgang) entfernt werden. Der große Stein war jedoch im Gang impaktiert (man könnte sagen eingewachsen) und konnte daher nicht geborgen werden. Daher wurde ein voll-beschichteter Metallstent in den Ductus pancreaticus implantiert - der Stent wurde für 3 Monate belassen. Dannach wurde eine nochmalige ERCP durchgeführt, wo zunächst der Metallstent entfernt wurde und in weiterer Folge auch der große Stein erfolgreich extrahiert werden konnte, der offensichtlich durch den über 3 Monate liegenden Metallstent gelockert worden war.

Auuf dem obigen Bild sieht man den transpapillär entfernten riesigen Pancreasgangstein. Seit der Steinentfernung ist die Patientin beschwerdefrei!

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Gallengangskarzinom

Bei einer 77-jährigen Pat. bestand seit ca. 4 Wochen ein zunehmender schmerzloser Verschlussikterus (Gelbsucht).

Im Zuge einer diesbezüglich eingeleiteten Diagnostik fand sich in der Computertomographie eine deutliche intrahepatale Cholangiektasie (Ausweitung der Gallengänge in der Leber).

Eine in weiterer Folge veranlasste Endosonographie war ohne weitere Auffälligkeiten - insbesondere ohne Tumornachweis.

Daher wurde eine ERCP (endoskopische retrograde Cholangiopancreaticographie) durchgeführt, hier zeigte sich eine ausgeprägte tumorsuspekte Stenose (Verengung) des proximalen Ductus hepaticus communis (oberster Absschnitt des Gallenganges) - in der Spyglass Cholangioskopie (Endoskopie des Gallenganges) wurde der Tumorverdacht erhärtet.

Das obige Bild zeigt den tumorsuspekten Befund im obersten Abschnitt des Gallenganges - man sieht eine verdickte hyperämische reich vascularisierte Schleimhaut, gut erkennbar ist auch die Stenose (Engstelle).

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Peripapillärer Tumor

Bei einer 75-jährigen Patientin wurde wegen Cholestase (Erhöhung der Leber- und Gallenwerte im Blut) eine weiterführende Diagnostik eingeleitet.

Zunächst wurde eine Abdomen-Sonographie (Ultraschall-Untersuchung der Bauchorgane) durchgeführt, wo eine Cholangiektasie (Erweiterung bzw. Aufstau des Gallengangsystems) beschrieben wurde.

Daraufhin erfolgte bei der Patientin eine ERCP (endoskopische retrograde Chholangiopancreaticographie - also eine endoskopische Kontrastmitteldarstellung des Gallengangsystems und gegebenenfalls des Bauchspeicheldrüsenganges). Hier fand sich ein großer malignomsuspekter peripapillärer Tumor - also eine vermutlich bösartige Veränderungen im Bereich der bzw. rund um die Papilla Vateri (Mündungsstelle des Gallenganges bzw. des Bauchspeicheldrüsenhauptganges im Zwölffingerdarm).

Es wurden Gewebsproben entnommen, die Histologie bestätigte mittlerweile leider ein Adenokarzinom.

Das weitere therapeutische Management wird in weiterer Folge im Tumorboard festgelegt.

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Barrett-Karzinom (2)

Eine 65-jährige Pat. wurde mir von einem niedergelassennen Facharzt zu einem second look und gegebenenfalls zu einem endoskopischen Resektionsversuch zugewiesen.

Bei der Pat. besteht ein seit Jahren bekannter Barrett-Ösophagus (reaktive Umwandlung der Speiseröhrenschleimhaut in eine Art Dünndarmschleimhaut als Folge eines chronischen gastroösophagealen Refluxes).

Bei der letzten auswärtigen Gastroskopie-Kontrolle waren wieder Gewebsproben entnommen worden, die Histologie hatte nun erstmals Dysplasien (Krebsvorstufen) ergeben.

Ein Barrett-Ösophagus muss als Präkanzerose betrachtet werden - also eine Veränderung mit signifikant erhöhtem Entartungspotential, insbesondere bei Vorhandensein von Dysplasien.

In diesem Fall handelt es sich um eine Barrett-Zunge, die erfahrungsgemäß mittels endoskopischer diathermischer Schlingenabtragung nach vorheriger Gummibandligatur relativ risikolos abgetragen werden kann. Allerdings konnte die Läsion bei dieser Patientin nicht in die am Endoskop montierte Saugkappe eingesaugt werden und mit einem Gummiband ligiert werden - was immer als suspektes Zeichen zu werten ist. Die geplante endoskopische Schlingenabtragung war daher technisch nicht möglich.

In einer angeschlossenen Endosonographie zeigte sich der Befund höchstgradig suspekt auf das Vorliegen eines Barrett-Karzinoms mit Infiltration der Submucosa (unter der Schleimhaut lokalisierte Wandschicht).

Die Verdachtsdiagnose Barrett-Karzinom wurde letztendlich durch nochmalige Gewebsprobenentnahme histologisch gesichert. Die Pat. muss sich nun einer Operation unterziehen.

Das obige Bild zeigt die livide Barrett-Zunge unter FICE (eine Art endoskopische virtuelle Färbung zur besseren Visualisierung von Schleimhautläsionen).

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Magenpolyp

Bei einem 75-jährigen Pat. wurde im Zuge einer Durchuntersuchung wegen einer Eisenmangelanämie eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durchgeführt.

Hier zeigte sich ca. kirschgroßer Polyp im Antrum (unterer Magenabschnitt), der problemlos diathermisch (mit einer Stromschlinge) in einem Stück total abgetragen werden konnte.

Die Histologie ergab glücklicherweise einen harmlosen hyperplastischen Polypen. Im Gegensatz zu Adenomen entarten hyperplastische Polypen so gut wie nie - d.h. aus hyperplastischen Polypen entsteht in aller Regel kein Karzinom.

Allerdings können hyperplastische Polypen sehr wohl bluten - auch bei diesem Patienten war der hyperplastische Magenpolyp die Blutungsquelle und Ursache für die Eisenmangelanämie, die durch die endoskopische Polypentfernung beseitig wurde.

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Pancreasnekrosehöhle

Ein 52-jähriger Patient entwickelte im Zuge einer chronisch-rezidivierenden Pancreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) eine kindskopfgroße Nekrose (abgestorbenes Gewebe).

Am 27.02.2018 wurde eine endosonographisch gezielte transgastrale Drainage durchgeführt - vom Magen aus wurde unter endosonographischer Kontrolle ein 16mm im Durchmesser haltender voll-beschichteter Metallstent durch die Magenwand in die Pancreas-Nekrosehöhle eingepflanzt.

In weiterer Folge konnte das nekrotische Material in mehreren Sitzungen endoskopisch komplett aus der Pancreas-Nekrosehöhle entfernt werden - die Höhle kann nun abheilen....

Auf dem obigen Bild sieht man den endoskopischen Blick durch den liegenden Metallstent in die Pancreas-Nekrosehöhle - sehr gut erkennbar ist das avitale (abgestorbene) schmutzig-bräunliche Gewebe, das mit einer Schlinge Schritt für Schritt aus der Höhle in den Magen herausgezogen wird.

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Papillenkarzinom

Eine 69-jährige Patientin kam wegen zunehmender Cholestase (Anstieg der Gallenwerte im Blut) zur Durchuntersuchung.

In der radiologischen Bildgebung inkl. Endosonographie zeigte sich eine exzessive Cholangiektasie (Erweiterung des Gallengangsystems) mit einem maximalen Diameter des Ductus hepatocholedochus (Hauptgallengang) von ca. 3cm - das normale Kaliber beträgt ca. 0,5cm, es wurde eine Papillen-Läsion sonographisch unklarer Dignität konstatiert.

In weiterer Folge wurde eine ERCP (Endoskopische Retrograde CholangioPancreaticographie) durchgeführt, hier fand sich ein äußerst suspekter Befund der Papilla Vateri (Mündungsstelle des Gallenganges in den Zwölffingerdarm). Es erfolgte eine Papillektomie (endoskopische Totalabtragung der Papilla Vateri mit einer Stromschlinge) - die Histologie ergab ein geringgradig differenziertes ductales Adenokarzinom.

In weiterer Folge wird ein großer Chirurgischer Eingriff (Whipple-Operation) erforderlich sein....

Am obigen Bild ist die äußerst suspekte vorgwölbte Papilla Vateri vor der Papillektomie zu sehen, auch die umgebende Duodenalschleimhaut (Zwölffingerdarmschleimhaut) ist endoskopisch suspekt und wirkt tumorinfiltriert.

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Cholangiolithiasis

Ein schönes Bild aus dem Gallengangsystem - aufgenommen mit dem sypglass (eine Art Mini-Endoskop).

Man sieht den Führungsdraht, über den das spyglass in den Gallengang eingeführt wird. Gut erkennbar ist auch ein ca. 1,5cm großer Gallengangsstein, der im Segment IVa der Leber gefunden wurde. Der Stein wurde endoskopisch mit Hilfe elektrohydraulischer Stoßwellen zertümmert, die Fragmente konnten in weiterer Folge mit einem Ballonkatheter extrahiert werden.

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Fremdkörper im Magen

Nicht selten kommt es - insbesondere bei Kindern - zu einer Ingestion von Fremdkörpern.

In diesem Fall hatte ein 4-jähriger Junge eine Flipper-Kugel verschluckt.

Im Zuge einer Gastroskopie fand sich der Fremdkörper im untersten Magen unmittelbar vor dem Pylorus (Magenausgang). Die Flipper-Kugel wurde mit einer Netzschlinge eingfangen und konnte problemlos geborgen werden.

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Magenausgangsstenose bei Magenkarzinom

Bei einem 57-jährigen Patienten war im Zuge einer Gastroskopie im Juli des heurigen Jahres bei einem niedergelassenen Facharzt ein Magenkarzinom äußert bösartiger Histologie diagnostiziert worden.

Mittlerweile entwickelte der Pat. eine höchstgradige tumorbedingte Magenausgangsstenose. Diese für den Patienten quälende Situation konnte am 15.12.2017 durch einen endoskopisch gesetzten Enteralstent beseitigt werden - durch den Stent wird die tumoröse Engstelle überbrückt, der Pat. kann nun wieder essen und trinken.

Auf dem obigen Bild sieht man das im unteren Magen befindliche Ende des platzierten Metallstents, der Stent liegt transpylorisch (durch den Pylorus - also "den Magenpförtner") und reicht bis in den Zwölffingerdarm (oberster Dünndarmabschnitt.

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Buried Bumper

Dieser Patient war vor einigen Jahren aufgrund einer neurogenen Dysphagie (Schluckstörung) mit einer sog. PEG-Sonde (unter endoskopischer Kontrolle von außen durch die Bauchdecke in den Magen eingepflanzte Ernährungssonde) versorgt worden.

Im Zuge einer Gastroskopie zeigte sich die Fixationsrosette der Sonde in die Magenwand eingewachsen (Buried Bumper). Dies kann zu weiteren Komplikationen führen, weshalb eingewachsene Sonden entfernt werden sollten.

In diesem Fall konnte der eingewachsene Bumper endoskopisch mit einem Nadelmesser freipräpariert und letztendlich entfernt werden. In weiterer Folge wurde duch das bestehende Magenstoma ein Gastrotube (Ernährungssonde mit einem Ballon statt der Fixationsrosette) implantiert, wodurch die enterale Ernährung des Patienten gewährleistet werden konnte.

Auf dem obigen Bild ist die Fixationsrosette unmittelbar nach ihrer Luxation aus der Magenwand zu sehen.

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Fundusvarizenblutung

Ein altes Bild - aber noch immer sehr eindrucksvoll!

Ein 65-jähriger Pat. mit schwerer Hämatemesis (Bluterbrechen), bei dem Pat. bestand eine seit vielen Jahren bekannte Leberzirrhose. Im Zuge der Leberzirrhose kommt es zu einem knotigen Umbau des Lebergewebes und daraus resultierend auch zu einer Störung der venösen Leberdurchblutung. Dadurch entwickeln sich bei diesen Patienten oft Varizen (Krampfadern) im Bereich der Speiseröhre und der oberen Magenabschnitte (Fundus), die zu massiven und lebensbedrohenden Blutungen führen können. Eine ehebaldige Notfalls-Gastroskopie mit endoskopischer Blutststillung ist erforderlich.

In diesem Fall zeigte sich in der Gastroskopie eine spritzende Blutung aus einer Fundusvarize (Krampfader im oberen Magen), die endoskopisch mit einem Clip (Metallklammer) erfolgreich gstillt werden konnte. In weiterer Folge wurden die Fundusvarizen mittels endoskopischer Histoacryl-Injektion verödet.

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Die Vorsorge-Coloskopie rettet Leben.... (Part 6)

Eine 55-jährige Patientin unterzog sich am 14.09.2017 einer Vorsorge-Coloskopie. Es fand sich eine kleine ganz flache kaum sichtbare Veränderung, die nur durch eine etwas rötlichere Farbe im Vergleich zur gesunden Schleimhaut erkennbar war (flat lesion). Diese Läsion wurde diathermisch - also mit einer Elektroschlinge - in einem Stück total abgetragen.

Die Histologie ergab ein sessiles serratiertes Adenom (SSA) mit mittelgradigen Dysplasien, es wurde die Resektion in toto (vollständige Abtragung) histologisch bestätigt.

Die pathologische Bedeutung der serratierten Adenome ist hoch, da sie scheinbar auch andere Entartungsmechanismen haben als die klassischen Darmpolypen (Adenome), die über Dyslasien eine Adenom-Karzinom-Sequenz aufweisen. Jedenfalls sind die serratierten Adenome mit einem höheren Karzinomrisiko behaftet. Daher sind bei serratierten Adenomen kürzere Nachsorge-Intervalle von in der Regel 3 Jahren notwendig.

Wie anhand des obigen Coloskopie-Bildes ersichtlich, können solche Läsionen sehr leicht übersehen werden. Größte Sorgfalt und ein gewisser Zeitaufwand bei der Coloskopie sind erforderlich, um diese Veränderungen von hoher pathologischer Relevanz zu entdecken! 

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Eosinophile Ösophagitis

Ein Bild aus meiner Schatzkiste...

Ein 42-jähriger Pat. unterzog sich einer Gastroskopie wegen seit längerer Zeit bestehender Dysphagie (Schluckbeschwerden) v.a. betreffend feste Speisen. Bei gezielter Anamnese erzählte der Pat., dass ihm in den vergangengen Monaten 2 mal ein Fleischstück in der Speiseröhre steckengeblieben war, das der Pat. aber jeweils durch forciertes Nachschlucken bzw. Nachtrinken weiterbefördern konnte.

In der Gastroskopie fand sich dieser sehr auffällige geriffelte Aspekt der Speiseröhrenschleimhaut, die Schleimhaut war auch sehr kontaktvulnerabel. Dieser endoskopische Befund ist sehr typisch für eine sogenannte eosinophile Ösophagitis - eine Erkrankung, die auch als Asthma der Speiseröhre bezeichnet wird. Durch Allergene in der Nahrung ensteht eine spezifische Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut mit typischem makroskopischen und mikroskopischen Bild.

Leitsymptom ist die Dysphagie (Schluckstörung bzw. Schluckbeschwerden), typischerweise haben betroffene Patienten Schwierigkeiten feste Nahrung wie Brot oder Fleisch zu schlucken - v.a. wenn sie große Bissen hinunterschlucken ohne ausreichend zu kauen. Auch die Inbolisation in der Speiseröhre (also das Steckenbleiben von Nahrungsbestandteilen wie Fleischbrocken) ist sehr suspekt auf das Vorliegen einer eosinophilen Ösophagitis. Oft besteht bei diesen Patienten zusätzlich auch ein allergisches Bronchialasthma oder andere allergische Erkrankungen.

Die Diagnose muss histologisch gesichert werden durch Gewebsprobenentnahmen aus der Speiseröhre.

Die Therapie besteht in einer topischen Corticoid-Therapie (Cortison-hältige Asthma-Sprays - das Medikament wird aber nicht inhaliert sondern geschluckt).

Bei diesem Pat. wurde die endoskopische Verdachsdiagnose einer eosinophilen Ösophagitis histologisch bestätigt. Seit Einleitung der topischen Cortison-Substitution ist der Pat. beschwerdefrei und hat insbesondere keinerlei Schluckbeschwerden mehr.

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Magen-Metastase eines Ösophaguskarzinoms

Bei diesem 82-jährigen Pat. wurde vor Monaten ein inoperables Speiseröhrenkarzinom diagnostiziert.

Aufgrund des Tumors litt der Pat. unter seit einigen Wochen zunehmender Dysphagie (Schluckstörung) - er konnte zuletzt kaum noch essen. Daher war nun die endoskopische Implantation eines Metallstents in die Speiseröhre notwendig. Im Zuge der Gastroskopie fand sich diese große tumoröse Sekundärabsiedelung im Magen.

Nichtsdestotrotz konnte die Metallstent-Implantation in die Speiseröhre erfolgreich durchgeführt werden!

Nun kann der Pat. wieder essen und trinken...

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Magenkarzinom

Bei diesem 70-jährigen Patienten wurde aufgrund einer chronischen Blutungsanämie (Blutarmut aufgrund eines chronischen Blutverlustes) eine endoskopische Abklärung des Verdauungstraktes mit Magenspiegelung (Gastroskopie) und Dickdarmspiegelung (Coloskopie) durchgeführt.

Bei einer chronischen Blutungsanämie sollte immer eine Blutungsquelle im Gastrointestinatrakt ausgeschlossen werden. Blutungsquellen können gutartige Veränderungen wie Magengeschwüre oder Dickdarmpolypen sein, aber auch bösartige Veränderungen, insbesondere Karzinome, sind mögliche Ursachen für chronische Blutungen.

In diesem Fall wurde in der Gastroskopie ein Magenkarzinom im Antrum ventriculi (unterer Magenabschnitt) entdeckt.

Fazit: sollte bei einem Routine-Labor ein Eisenmangel oder eine Eisenmangel-Anämie festgestellt werden, ist eine endoskopische Abklärung mittels Gastroskopie und Coloskopie dringend erforderlich!

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Barrett-Karzinom

Heute möchte ich auf eine "Volkskrankheit" eingehen - die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD).

Diese Erkrankung ist ein sehr häufiges Problem - gerade in der westlichen. Viele Menschen leiden zumindest fallweise unter Beschwerden wie Sodbrennen und Aufstoßen, aber auch atypische Beschwerden wie Heiserkeit, Reizhusten oder Zungenbrennen können durch ein Zurückfließen von Magensäure in die Speiseröhre verursacht sein.

Die möglichst zeitnahe Diagnose dieser Erkrankung ist sehr wichtig, da durch eine chronische Säure-Exposition der Speiseröhre neben harmlosen Erkrankungen wie der Refluxösophagitis (also eine unkomplizierte Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut) auch Veränderungen von hoher pathologischer Relevanz wie der Barrett-Ösophagus ausgelöst bzw. begünstig werden können.

Der Barrett-Ösophagus bezeichnet die Umandlung der Speiseröhrenschleimhaut in eine Art Dünndarmschleimhaut und ist mit einer erhöhten Entartungspotenz - also einem erhöhten Karzinomrisiko - assoziiert.

Die Diagnose erfolgt endoskopisch bzw. histologisch - unumgänglich ist daher eine Gastroskopie (Magenspiegelung) mit Entnahme von Gewebsproben und entsprechender histologischer Aufarbeitung. Wichtig ist die genaue endoskopische Beschreibung des pathologischen Befundes nach der Prag-Klassifikation, die die Länge der zirkulären Ausdehnung und die Länge der längsten Barrett-Zunge inkludiert.

Entscheidend für das weitere Management ist auch der histologische Befund bzw. das Vorhandensein von Dyslasien - in diesem Fall ist eine endoskopische Intervention mittels EMR (endoskopische Mucosaresektion) oder ESD (endoskopische submucosale Dissektion) +/- endoskopischer Radiofrequenz-Ablation indiziert.

Auf dem obigen Gastroskopie-Bild ist ein Barrett-Karzinom zu sehen - also ein Karzinom entstanden in einem Barrett-Ösophagus.

Fazit: bei (auch nur fallweise) bestehenden Refluxbeschwerden sollten Sie unbedingt eine Gastroskopie durchführen lassen!

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Gallengangsstein-Entfernung

Bei einer ERCP-Untersuchung bei einem 61-jährigen Patienten, die ich heute durchgeführt habe, wurden mehrere Gallengangssteine bis max. 1,5cm Größe gefunden.

Nach der endoskopischen Papillotomie (Spaltung des Papillendaches - also der Einmündung des Gallenganges in den Zwölffingerdarm) konnten sämtliche Gallengangssteine mit einer Ballonsonde entfernt werden.

Auf dem endoskopischen Bild oben sieht man einer der Gallensteine, der gerade mit einer Ballonsonde aus dem Ductus hepatocholedochus (Gallengang) in den Zwölffingerdarm herausgezogen wird.

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Pancreaspseudozysten-Metallstent

Bei einem 65-jährigen Patienten kam es nach einer akuten Pancreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) zur Entwicklung einer riesigen 7x11x12cm messenden Pancreaspseudozyste (durch Gewebseinschmelzung entstehende Höhle), die dem Patienten massive Beschwerden verursachte.

Die Pancreasnekrosehöhle wurde in diesem Fall endosonographisch gezielt drainiert, indem vom Magen aus durch die Magenwand hindurch ein Metallstent in die Nekrosehöhle eingepflanzt wurde. Das abgestorbene und verflüssigte Gewebe der Bauchspeicheldrüse konnte sich so in den Magen entleeren - die Nekrosehöhle war innerhalb weniger Wochen abgeheilt. Der Pat. war unmittelbar nach diesem endoskopischen Eingriff beschwerdefrei!

Auf dem obigen Endoskopie-Bild sieht man den Pancreaspseudozysten-Metallstent, der aus der Nekrosehöhle in den Magen ragt.

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Die Vorsorge-Coloskopie rettet Leben.... (Part 5)

Bei einem 52-jährigen Patienten wurde am 18.07.2017 eine Vorsorge-Coloskopie durchgeführt, wo ein breitbasiger Polyp im Colon sigmoideum (sog. S-Darm) gefunden wurde, der mit einer Elektroschlinge in einem Stück vollständig abgetragen werden konnte.

Die Histologie ergab ein tubuläres Dickdarmschleimhautadenom mit leicht- bis mäßiggradigen Epitheldysplasien (gutartige Neubildung der Dickdarmschleimhaut mit leicht- bis mäßiggradigen Krebsvorstufen), histologisch wurde die Resektion in toto (also die komplette Abtragung im Gesunden) betägigt.

Die nächste Coloskopie sollte in 5 Jahren durchgeführt werden (Polypnachsorge).

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Die Vorsorge-Coloskopie rettet Leben.... (Part 4)

Bei einer 65-jährigen Patienn haben wir am 11.07.2017 eine Vorsorge-Coloskopie durchgeführt, wo ein kleiner rasenförmiger Polyp im Rectum (Mastdarm) entdeckt wurde, der mit einer Elektroschlinge in einem Stück vollständig abgetragen wurde - die Histologie ergab ein serratiertes Adenom, histologisch wurde die Resektion in toto (also die vollständige Abtragung im Gesunden) bestätigt.

Das Bild oben zeigt den Polypen nach Unterspritzung - vor der Polypabtragung mit einer Elektroschlinge wird Kochsalzlösung unter die Schleimhaut injiziert, dies führt zu einer artefiziellen Verdickung der Darmwand und zu einem Abheben des Polypen von den tieferen Wandschichten, dadurch kann das Perforationsrisiko bei der diathermischen Polypektomie minimiert werden. Gut zu sehen ist das sogenannte "lifting" des Polypen (also das Abheben der Schleimhaut), was ein ganz entscheidender Hinweis dafür ist, dass eine Läsion noch nicht in die tieferen Schichten der Darmwand eingedrungen ist.

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Endoskopisches Management einer Gallengangsleckage

Diesem Pat. war am am 09.06.2017 die Gallenblase wegen eines Gallenblasenkarzinoms operativ entfernt worden.

Im Zuge der Operation kam es zu einer Leckage (Verletzung) des Ductus hepatocholedochus (Gallengang).

Dieses Problem konnte endoskopisch gelöst werden: dem Pat. wurde endoskopisch mittels ERCP-Untersuchung ein Kunststoffstent in den Gallengang zur Ableitung der Gallenflüssigkeit eingepflanzt - mit gutem Erfolg. Die Leckage war nach kurzer Zeit komplett verschlossen, der Stent konnte zwischenzeitlich bereits wieder endoskopisch entfernt werden.

Auf dem Bild sieht man den in den Ductus hepatocholedochus eingepflanzten Kunststoffstent (blau), der aus dem Gallengang in den Zwölffingerdarm ragt.

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Die Vorsorge-Coloskopie rettet Leben.... (Part 3)

Das ist, was man durch die Vorsorge-Coloskopie vermeiden will:

Ein fortgeschrittenes zirkulär stenosierendes Colonkarzinom - also ein Dickdarmkrebs in einem fortgeschrittenen Tumorstadium mit deutlicher Verengung des Darmlumens.

Fazit: Gehen Sie rechtzeitig zur Vorsorge-Coloskopie!!

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Gallengangskarzinom (Spyglass)

Im Zuge einer ERCP-Untersuchung wurde aufgrund einer verdächtigen Stenose (Verengung) im Gallengang eine Cholangioskopie mit einem Spyglass durchgeführt. Beim Spyglass handelt es sich um ein Mini-Endoskop, das durch den Abeitskanal des Duodenoskopes (Endoskop, mit dem die ERCP durchgeführt wird) über einen Führungsdraht bis in den Gallengang oder gegebenenfalls auch in den Hauptgang der Bauchspeicheldrüse positioniert werden kann. Die hohe Bildqualität, die dieses Mini-Endoskop liefert, ist immer wieder erstaunlich und äußerst hilfreich in der Beurteilung von Befunden.

Bei diesem Patienten war der endoskopische Befund sehr suspekt auf eine bösartige Veränderung bzw. ein cholangiozelluläres Karzinom - dieser Befund konnte im Zuge dieser Untersuchung auch durch die Entnahme von Gewebsproben histologisch gesichert werden.

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Die Vorsorge-Coloskopie rettet Leben.... (Part 2)

Ein weiteres Beispiel für die Wichtigkeit der Vorsorge-Coloskopie:

Im Rahmen der Darmspiegelung wurde diese flache Veränderung entdeckt, die lediglich durch einen Farbunterschied und eine Unterbrechung der Schleimhautgefäße erkennbar war. Läsionen wie diese sind äußerst gefährlich, da sie einerseits sehr leicht übersehen werden können und sie andererseits im Vergleich zu den klassischen vorgewölbten Polypen schneller entarten (also bösartig werden) und auch frühzeitig die tieferen Schichten der Darmwand infiltrieren.

Die Läsion konnte mit einer Elektroschlinge vollständig abgetragen werden. Die Histologie ergab ein tubulovillöses Dickdarmschleimhautadenom mit Übergang in ein invasives Adenokarzinom - UICC-Klassifikation T1/sm1, R0, L0, V0 - d.h. diese Veränderung war bereits ein Dickdarmfrükarzinom, das durch die endoskopische Totalabtragung geheilt werden konnte.

In weiterer Folge sind regelmäßige Nachsorge-Coloskopien erforderlich!

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Choledochus-Metallstent

Ein weiteres Beispiel aus meiner Tätigkeit als interventioneller Endoskopiker am Landesklinikum Wiener Neustadt:

Bei diesem Patienten mit einem Pancreaskarzinom und Kompressionsstenose des Ductus hepatocholedochus (bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse mit Verschluss des Gallenganges) wurde im Zuge einer ERCP-Untersuchung ein Metallstent in den Gallengang eingepflanzt mit gutem Erfolg für den Patienten - der Verschlussikterus (also die durch den Gallengangsverschluss bedingte Gelbsucht) war innerhalb einiger Tage verschwunden.

Auf dem endoskopischen Bild ist das untere Ende des eingepflanzten Metallstents zu sehen, der aus dem Gallengang herausragt und die Gallenflüssigkeit in den Dünndarm ableitet.

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Die Vorsorge-Coloskopie rettet Leben.... (Part 1)

Ein großartiges Beispiel für die immense Bedeutung der Vorsorge-Coloskopie!

Eine 55-jährige Patientin unterzog sich am 10.05.2017 einer Vorsorge-Coloskopie, wo im Colon sigmoideum, dem sog. S-Darm, ein riesiger gestielter Polyp entdeckt wurde. Der Polyp konnte im Zuge der Darmspiegelung diathermisch - also mit einer Elektroschlinge - in einem Stück komplett abgetragen werden.

Die histologische Aufarbeitung des Polypen ergab ein tubulovillöses Adenom mit höhergradigen Epitheldysplasien und Übergang in ein invasives Adenokarzinom - UICC-Klassifikation: pT1/sm1, R0, V0 - d.h. dieser Polyp war bereits ein Karzinom in einem frühen Stadium, das durch die endoskopische Polypektomie geheilt werden konnte!

In weiterer Folge sind bei dieser Patientin regelmäßige Nachsorge-Coloskopien erforderlich.

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Spyglass Cholangioskopie

Ein sehr interessantes Beispiel aus meiner Tätigkeit als interventioneller Endoskopiker am Landesklinikum Wiener Neustadt:

Ein endoskopisches Bild aus dem Gallengangsystem, das im Zuge einer ERCP-Untersuchung mit dem Spyglass, einem Mini-Endoskop, aufgenommen wurde. Zu sehen ist die Hepaticusgabel mit Blick in den Ductus hepaticus sin. - den linken Leberhauptgang.

Bemerkenswert ist die wirklich hervorragende Bildqualität, die dieses Mini-Endoskop liefert.

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Dr. Marco Carniel

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2700 Wiener Neustadt

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